Ein Porträt zu fotografieren ist wie einen attraktiven Kuchen zu backen: Wir müssen alle notwendigen Zutaten zusammenmischen, dann formen und eine persönliche Note hinzufügen. Sobald der Kuchen im Ofen ist, gibt es kein Zurück mehr, und der Rest ist Schicksal – mit der gleichen Mischung aus Unruhe und Vorfreude, die normalerweise den Moment begleitet, wenn wir den Auslöser drücken.

Im Allgemeinen besteht ein Porträt, egal ob im Freien oder im Studio aufgenommen, grob aus Figuren, Hintergrund und Hauptlichtquelle. Durch die organische Kombination dieser drei können die Gesichter und Seelen der Figuren die Beschränkungen des Bildes durchbrechen und zum Betrachter übertragen werden. In diesem Prozess sind Figur, Hintergrund und Licht die Kernzutaten zum Backen des Kuchens, und die Komposition wird zur Form. Finden wir heraus, wie man einen köstlichen Porträtkuchen backt.
Die Stadt, besonders nach Sonnenuntergang, ist nie arm an Elementen, die die Porträtfotografie inspirieren. Jedes Mal, wenn die Lichter angehen, können wir unsere Lieblingsmodelle durch die Straßen der Stadt führen und nach der Komposition, dem Hintergrund und dem Licht suchen, die wir zum Erschaffen brauchen. Der Schlüssel zum Erfolg hängt oft davon ab, ob man ein Auge für Schönheit hat, versucht, Elemente der Stadt durch ein Porträtobjektiv zu entdecken, und das von vorhandenen Quellen geschaffene Licht zu nutzen. Natürlich können wir, wenn die realen Bedingungen nicht ideal sind, auch den externen Blitz und den weißen Softlight-Schirm verwenden, um unser Shooting abzuschließen.
Ein helles Geschäft in einer dunklen Ecke
Das untenstehende Porträt wurde in der Hoffnung komponiert, dass es den dynamischen Kontrast betont. Dieser Kontrast von Hell und Dunkel lenkt den Blick des Betrachters fest auf das Gesicht und die Augen im hellen Teil des Bildes und schafft so eine emotionale Verbindung zwischen dem Motiv und dem Betrachter. Die Lichtquelle des Bildes stammt hauptsächlich aus zwei Teilen: dem weichen kalten Licht auf der linken Seite des Bildes und dem roten, unscharfen Lichtkreis im Hintergrund. Dieser Fleck bildet zusammen mit den Lippen und Augen der Figur eine versteckte dreieckige Komposition.

Wie Sie unten sehen können, haben wir bei der Aufnahme dieses Porträts keine Softbox verwendet, sondern ein Licht aus einer Drogerie, die tatsächlich etwas unordentlich war. Die Leuchtstofflampen in der Drogerie bieten eine sanfte und gleichmäßige Lichtquelle, während die roten Punkte im Hintergrund von den Ampeln stammen.

Hotelgeheimnis
Im zweiten Foto haben wir uns entschieden, die Szene vor einem Hotel im klassischen Stil zu fotografieren und einige Figuren ins Bild zu setzen. Hier spielt der Hintergrund eine Rolle in der Geschichte und hilft dem Bild, eine geheimnisvolle Atmosphäre zu erzeugen. Die Hauptlichtquelle in diesem Werk ist ein externer Blitz, der im 90°-Winkel zum Modell platziert und durch eine Lücke in einem Metallgeländer fotografiert wurde. Dieser Ansatz hilft, die Tiefe der Szene hervorzuheben, während gleichzeitig die Straßen, Menschen und Gebäude im Hintergrund unscharf werden.

Die Beleuchtung ist in der folgenden Abbildung dargestellt. Der Blitz wurde vier Fuß vorne rechts vom Modell platziert, und die Blitzleistung wurde manuell auf 1/32 eingestellt, um das Licht im Hintergrund anzupassen.

Ebenenladen
Ebenen sind ein Begriff, der oft bei der Nachbearbeitung von Bildern verwendet wird, aber in der realen Welt können „Ebenen“ ziemlich allgegenwärtig sein, besonders wenn man sich in einer Stadt befindet. Geschäfte an Ecken haben oft bodentiefe Glasfenster auf beiden Seiten, was uns die Möglichkeit gibt, komplexe Kompositionen zu verwenden, die es den Augen des Betrachters erlauben, den Rahmen mit mehreren „Ebenen“ im Vergleich zu einfacheren Kompositionen zu erkunden. Beim Einsatz dieser Art von Komposition ist es jedoch wichtig sicherzustellen, dass das Auge des Betrachters letztlich auf dem Motiv ruht und sich auf das Motiv konzentriert, damit es als Porträtfotografie gelten kann. Durch zwei Glasfenster in unterschiedlichen Winkeln wird das Bild in drei Hauptabschnitte unterteilt, und die Figur befindet sich im rechten Drittel des Bildes.

Ebenso ist die Hauptlichtquelle in diesem Foto der externe Blitz, wie Sie im untenstehenden Bild sehen können, das durch das linke Fenster des Ladens aufgenommen wurde.

Aufnahmeausrüstung
Alles in allem kann jede Kamera mit einem guten Porträtobjektiv und manuellen Belichtungseinstellungen diese Bilder aufnehmen, und es liegt am Kopf hinter der Linse, die endgültige Entscheidung zu treffen. Für Vollformatrahmen liegt ein klassisches Porträtobjektiv normalerweise zwischen 85 mm und 105 mm, während für das äquivalente Brennweitenformat ein sekundäres Objektiv ausgewählt werden muss. Der Vorteil der Verwendung dieser Objektive besteht nicht nur darin, Verzerrungen zu minimieren, sondern auch einen idealeren Aufnahmeabstand zu schaffen. Darüber hinaus sind Porträt-Festbrennweitenobjektive oft mit einer großen Blende konzipiert, wobei Blenden größer als f/2 mehr Licht auf den Sensor lassen, ideal für städtische Nachtlichtbedingungen und geringe Schärfentiefe.